Speisereise Hafner zu Wanzbach

Speisereise/ Hofroas 4.Juli 2019



Anwesende: Familie Wagner/Hähndel, Familie Wimmer, Familie Rothauer/Steinhäusler, Christl Weidinger., Güterwegler

Andi: Zuständig für die Getreide Produktion (Roggen, Dinkel)

Norbert: Organisiert Rohstoffe, Mahlt Mehl & Bauernmarkt Vermarktung



Norbert & Andi
 

Start bei den Getreidefeldern (Grüne Erde- Steinfelden): Feld gepachtet bei der Grünen Erde, Ziel ist eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft, jetzt sind es zwei Roggenfelder.
 

Die Felder sind mittels Dammkultur angelegt. Andi hat zuvor 2 Jahre experimentiert, Pfluglos und dann wurde das Unkraut immer mehr, dann ackerte er wieder um landete schlussendlich bei der Dammkultur

Vorteile der Dammkultur: (anstatt flacher Ackerboden) Luftig, lockerer Boden, bessere Ausnutzung von Licht, Wasser, Wärme, Raum für Bodenbrüter Kibitz, Feldlerche. Bei der Bearbeitung im Frühjahr aber eine Herrausforderung wenn sie schon Gelege haben.
 

(Skizze- Elli)
 

Verwendet seit 5 Jahren keinen Dünger und Erträge sind okay. In einer Fruchtfolge von 5-7 Jahren möchte er anstreben mit Kompost zu düngen

Ernte:
Das größte, schönste Korn wird als Saatgut verwendet.

Dreschen tut er früher als üblich und trocknet es noch-sonst wird’s Schweinefutter ;-)

Im Getreide und im Stoh wird ganz viel Stickstoff gebunden, somit ist es nach der Bearbeitung erstrebenswert sobald wie möglich die Flächen wieder grün zubekommen um den Stickstoff zu binden und nicht durch Regen in den Unterboden gewaschen wird. Meistens verwendet er Buchweizen, Winterrülpse und was er sonst noch an Saatgut übrig hat. Die Gründüngung steht dann bis in den Herbst oder Frühjahr, je nach dem ob eine Winter oder Frühjahreskultur ansteht.

Anteil an Rohstoffkosten sind so wenig (ca. 10%), Energiekosten auch etwa. Der größte Anteil sind die Lohnkosten.

Ist das Getreide trocken also 12-14% Feuchtigkeit ist es Lagerfähig. Wenns nicht trocken genug ist kann man Lohntrocknen bei Bauernhäusern oder Lagerhaus... dann kommts in die Mühle...
 

Ab geht’s zur Bruckmühle- Besichtigunge einer Mühle:

Reinigung mittels Sieb und Gebläse- Schälmaschine - Korn wird gebrochen in der Walze- Schale wird auch getrennt (außer beim Vollkornbrot da ist die Schale dabei) und ist dann Futtermittel.






Die Vollkornmehle vom Dinkel und Roggen mahlen´s am Hof selber (kleine Zentrifugalmühle ca.30kg Fassungsvermögen) und die ausgesiebten Feinmehle werden wo anders gemahlen(hab ich nicht notiert bzw. vergessen ;-)
 

Fahrt nach Inzersdorf- Hafner zu Wanzbach - Backstube, Lager

Es gibt eine Baustelle, eine neue Backstube ist in Arbeit.

Besichtigung Backstube: Teig wird in zwei Maschinen angerührt (10% von der üblichen Menge an Hefe wird verwendet) dann darf er für 20 Stunden in der Kühlung rasten. Um halb 4 in der Früh wird zu backen begonnen. Der Teig ist dann sehr weich und kann nicht mehr großartig bearbeitet bzw. geformt werden wie ein „normaler frischer“ Teig.




 

Gebäck und Mischbrote werden von ihnen produziert.

Die anderen Brote werden (mit ihren Rohstoffen) derzeit noch vom Resch Markus in Wartberg produziert, da die Kapazitäten nicht da sind es selber zu machen (Räumlich)
 

Getreide/Mehl Lager

Um Schädlinge wie Kornkäfer oder Motten gering zu halten, wird das Lager auf 15 Grad heruntergekühlt da sie sich bei diesen Temperaturen nicht fortpflanzen. Ohne Kühlen haben sie probiert, da mussten viele Rohstoffe entsorgt werden also doch in der warmen Jahreszeit kühlen.


Das meiste Getreide wird nicht eingelagert sondern kommt gleich zur Mühle.

Zusammenfassung von Elli :-)
Informationen aus dem Jahr 2019, wer weiß vielleicht gibts die neue Backstube schon oder die abwechslungsreiche Kulturlandschaft ;-)